In einer App oder SaaS-Plattform sind Menschen wiederholt unterwegs, oft unter Zeitdruck und mit unterschiedlichen Rollen und Rechten. Gestaltet werden deshalb weniger einzelne Seiten als Abläufe und Zustände: der erste Login, die leere Liste, die Fehlermeldung, die fehlende Berechtigung. Jeder dieser Zustände muss später auch gebaut werden. Wir legen Komponenten und Muster deshalb so an, dass Ihre Entwicklung sie umsetzen kann und neue Funktionen sich ins Bestehende einfügen, statt das Produkt Stück für Stück unübersichtlicher zu machen.
Von der Aufgabe zum klickbaren Prototyp
Am Anfang stehen die Aufgaben, die Nutzer:innen in Ihrem Produkt erledigen wollen. Daraus entwickeln wir Flows und in Figma zuerst schematische, dann detaillierte Wireframes bis zum klickbaren Prototyp, ausgelegt auf die Bildschirmgrößen, auf denen Ihr Produkt tatsächlich genutzt wird. KI-gestützte Methoden nutzen wir in der Exploration, um Alternativen für einen Ablauf schneller sichtbar zu machen; welche weiterverfolgt wird, entscheiden erfahrene Designer:innen. Der Prototyp dient Ihrem Team als gemeinsame Diskussionsgrundlage und lässt sich testen, solange Änderungen nur Figma betreffen und noch keinen Code.
Komponenten und Zustände statt Einzelscreens
Damit ein Produkt auch nach vielen Releases konsistent bleibt, definieren wir Elemente, Komponenten, Module und Templates samt ihrer Funktionalität und halten die zugehörigen UX-Patterns fest. Bei Apps und SaaS gehören dazu auch die Varianten für leere, fehlerhafte oder nicht freigegebene Zustände. Bei Telekom MagentaMusik, einem Projekt von Fork Unstable Media und Normkit, war ein Design System Teil des Umfangs. Gibt es bei Ihnen bereits eine gewachsene Bibliothek, konsolidieren wir sie, statt bei null anzufangen.
Übergabe an die Entwicklung und Weiterentwicklung nach dem Launch
Baut Ihr internes Team, klären wir Fragen zu Abläufen und Komponenten direkt mit den Entwickler:innen, etwa in Slack oder Microsoft Teams und in Figma; Dokumentation liegt in Confluence oder Notion. Übernimmt ein externer Dienstleister die Umsetzung, bereiten wir Konzepte und funktionale Beschreibungen für ihn auf. Nach dem Launch entwickelt sich ein Produkt weiter: Wir klären mit Ihnen, woran sich Erfolg zeigt und welche Bereiche als Nächstes kommen, und begleiten die Weiterentwicklung gern auch langfristig.
Testen mit den Menschen, die das Produkt nutzen
Ob ein Ablauf funktioniert, zeigt sich im Test, nicht in der Präsentation. Je nach Projekt testen wir zentrale Abläufe am klickbaren Prototyp mit Nutzer:innen, auch remote, und arbeiten die Ergebnisse in den nächsten Entwurf ein, bevor entwickelt wird. Bei MEQO, einer App aus dem MedTech-Bereich, gehörten Co-Design mit Patient:innen, Evidence-based Design und Barrierefreiheit nach WCAG zum Projekt.
Interfaces für KI-Funktionen
Bekommt Ihr Produkt KI-Funktionen, müssen Nutzer:innen nachvollziehen können, was die KI tut, und eingreifen können, wenn ein Ergebnis nicht passt. Wir konzipieren Dialogsysteme, adaptive Oberflächen und Feedbackmechanismen mit Fokus auf Transparenz, Vertrauen, Kontrolle und Erklärbarkeit. Unser Beitrag ist die Gestaltung von Oberfläche und Interaktion. Modelltraining und Data Engineering bieten wir nicht an; die technische Anbindung der Modelle setzt Ihr Entwicklungsteam oder ein darauf spezialisierter Dienstleister um.